Vorwort
des Bayerischen Staatsministers Martin Zeil

Vor dem Hintergrund eines weltweit wachsenden Energiebedarfs sind Energieeinsparung und Klimaschutz die vordringlichsten Herausforderungen unserer Zeit. Neben den richtigen energiepolitischen Weichenstellungen auf nationaler wie auf internationaler Ebene hängt deren Erfolg letztlich von der Realisierung konkreter Projekte vor Ort ab. Maßgebliche Bedeutung kommt hierbei dem Gebäudebestand zu, auf den etwa 40 % der gesamten in Bayern verbrauchten Energie entfallen. Etwa 85 % aller Gebäude sind dem Altbau zuzurechnen und weisen in der Regel einen heute unzureichenden energetischen Gesamtzustand auf. Die Wärmeversorgung von Gebäude verfügt daher über ein enormes energetisches Einsparpotenzial. Eine rasche und umfassende Verbesserung des baulichen Wärmeschutzes sowie der Effizienz von Heizungs- und Warmwassersystemen ist für die Erreichung der nationalen und internationalen Klimaschutzziele daher unerlässlich. Dazu bedarf es im konkreten Einzelfall interdisziplinärer Fachkompetenz, um unter den vielfältigen Handlungsoptionen die jeweils richtigen identifizieren zu können.
Es gilt, mit Weitblick Synergien zu nutzen und ganzheitliche Konzepte unter Berücksichtigung der gebäudespezifischen Gegebenheiten zu entwickeln. Diese reichen von der richtigen Sanierung der Gebäudehülle über die optimale Auslegung der Anlagentechnik unter Einbezug der Gesamtenergieeffizienz bis hin zur Nutzung erneuerbarer Energien zur teilweisen oder vollständigen Deckung des verbleibenden Energiebedarfs.
Die Münchner EnergieSparTage bieten die Gelegenheit, sich durch Beratungen und Vorträge umfassend über die vorhandenen Möglichkeiten zu informieren. Gerne habe ich daher erneut die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung übernommen und wünsche ihr, dass sie der fruchtbare Boden für eine Vielzahl erfolgreicher Gebäudesanierungen ist.

Martin Zeil
Bayerischer Staatsminister
für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie